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Neues Gesetz erleichtert dem Urheber die Durchsetzung seiner Ansprüche
Von Rechtsanwalt Willi Marnet,
LL.M.
Änderungen gelten
für sämtliche Gesetze zum Schutze des geistigen
Eigentums
Zum 1. September 2008 trat das
Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten
des geistigen Eigentums in Kraft. Es führt zu Änderungen
beim Unterlassungs-/ Schadensersatz-/ Auskunfts-/ Vernichtungs-/
Rückruf-
und Überlassungsanspruch, die im Wesentlichen
gleichlautend im Urheberrechtsgesetz, Markengesetz,
Patentgesetz, Halbleiterschutzgesetz, Sortenschutzgesetz,
Gebrauchs- und Geschmacksmustergesetz neu gefasst sind.
Hinzugekommen sind nunmehr auch Vorschriften zur Abmahnung
und zu den Abmahnkosten. Nachfolgend werden die wesentlichen
Auswirkungen des neuen Gesetzes auf das Urheberrecht
dargestellt.
Lizenzanalogie zur
Berechnung des Schadenersatzanspruchs ist gesetzlich
festgeschrieben
Grundsätzlich kann ein Geschädigter
nur den ihm nachweislich tatsächlich entstandenen
Schaden einschließlich des entgangenen Gewinns
ersetzt verlangen. Diesen Nachweis zu führen,
ist für den Urheber nicht immer einfach. Deshalb
hat die Rechtsprechung zwei weitere Berechnungsmethoden
entwickelt. Neben einem konkret entstandenen Schaden
kann der Urheber wahlweise entweder den Gewinn herausverlangen,
den der Verletzer durch den Urheberrechtsverstoß erlangt
hat oder den Schaden nach der Lizenzanalogie berechnen.
Bei der Lizenzanalogie kann der Urheber vom Verletzer
jenes Geld verlangen, das dieser normalerweise an Lizenz
für die Benutzung des verletzten Rechts hätte
zahlen müssen. Diese im Urheberrecht bevorzugt
angewandte Berechnungsmethode ist nunmehr in § 97
Abs. 2 Satz 3 UrhG gesetzlich geregelt.
Fortsetzung auf Seite 2
Archivierte Themen:
2010
Zusätzliche Informationspflichten für Dienstleistungsunternehmen (Mai)
Zur Aktualität von Preisangaben und der Angabe von Versandkosten in Preissuchmaschinen (Apr.)
Änderungen für 0180-Nummern seit 1. März 2010 (Mrz.)
Vorsicht bei der Installation einer „Tell-a-friend-Funktion“ auf einer kommerziellen Website (Jan.)
2009
Keine Telefonnummer in der Widerrufsbelehrung (Okt.)
Neue Widerrufsbelehrung für den Online-Handel mit Dienstleistungen (Aug.)
Beschlagnahme von E-Mails beim Provider (Juni)
Zur Zulässigkeit der AdWord-Werbung bei Google (März)
Auswirkungen der neuen Verpackungsordnung (Jan.)
2008
Archivierung
von Webseiten und Blogs durch die DNB (Dez.)
Impressum
muss nicht zwingend Telefonnummer enthalten (Nov.)
Neues
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Vorläufige
Einschränkung der Vorratsdatenspeicherung (Juni)
Heimliche
Online-Durchsuchung (April)
Neue gesetzliche Regelungen im
Online-Recht (Jan.)
2007
Mehr Transparenz bei Preisangaben
im Web...
(Nov.)
Zur Haftung des Admin-C als Bevollmächtigter...
(Sept.)
Rechtliche Aspekte zu Blogs... (Juli)
Neues TMG und Staatsvertrag für
Rundfunk und Telemedien... (April)
Pflichtangaben auch für geschäftliche
E-Mails (Feb.)
Die Verwendung eines unrichtigen
Musterformulars zum Online-Widerrufsrecht und seine Rechtsfolgen (Jan.)
2006
Unbegrenzte Haftung für Hyperlinks
(Nov.)
Die rechtliche Bewertung von Keyword-Advertising
(Aug.)
Heilmittelwerbung im Internet
(Mai)
Preisangaben und Versandkosten im
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2005
Urheberrechtlicher
Schutz von Websites (Dez.)
Weblogs
und die Grenzen der Meinungs- und Werbefreiheit (Okt.)
Die
Löschung von Werbe-Mails durch den Arbeitgeber (Aug.)
Internet-Rechtsfälle mit Auslandsbezug (Juni)
Spam-Mails ... und kein Ende (März)
Domain-Grabbing
und die Registrierung von Gattungsbegriffen als Web-Adressen (Jan.)
2004
Werbung
in Form von Meta-Tags (Okt.)
Abpfiff
für Spam und Co (Aug.)
Gratwanderung
zw. zulässigem
Newsletter u. illegalem Spam (April)
Gefährliche
Werbewelt (März)
Wirkungslose
Disclaimer (Jan./Feb.)
2003
Rechtliches
Aus für Tauschbörsen? (Dez.)
Meine
E-Mail, Deine E-Mail (Nov.)
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